Feinmotorik trainieren

Kinder des Autismuszentrums Weser-Ems in Wissenswerkstatt

 

Erstmals haben Kinder des Autismustherapiezentrums in Bassum die Wissenswerkstatt in Diepholz im Rahmen von "intensivpädagogischen Maßnahmen" besucht und dort kreativ gearbeitet. Dabei geht es darum, die Kinder besser in die Gruppe zu integrieren, wird Beata Ciarkowska, Therapeutische Leiterin der Bassumer Einrichtung, in einer Mitteilung der Wissenswerkstatt zitiert.

Ziel derartiger Exkursionen sei es, mit den Kindern die soziale Einbindung in die Gruppe zu üben. Und das sei in Diepholz sehr gut gelungen. Die Wissenswerkstatt bietet dazu ideale Voraussetzungen. Das kreative Schaffen habe zu einem guten Miteinander geführt, so Ciarkowska weiter. Und die selbst entwickelten Objekte hätten das manuelle Arbeiten gefördert. Denn Geräte wie in der Wissenswerkstatt gebe es im Autismustherapiezentrum nicht. "Die Kinder konnten zudem ihre Feinmotorik sehr gut trainieren."

Eine veränderte Wahrnehmung ist laut Mitteilung ein typisches Symtom für eine sogenannte Autismus-Spektrum-Störung. Deshalb verhalten sich autistische Kinder anders als Nicht-Autisten. So kann es sein, dass sie ein anderes Schmerzempfinden haben und die Hitze eines Gerätes anders einschätzen. Daher waren manche im Umgang mit den Geräten in der Wissenswerkstatt zurückhaltend, andere eher nicht. In der Gruppe waren vier Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren aus Syke, Stuhr und Prinzhöfte. Moritz (8) aus Syke hat laut Mitteilung noch nie zuvor gelötet und war begeistert, einen Lötkolben in der Hand halten zu dürfen. Er könne sich vorstellen, später einen technischen Beruf zu erlernen, sagte er.

 

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