Kinder bauen mit viel Freude ein "Magisches Kreuz"

Workshop der Kreisvolkshochschule Vechta fördert technisches Verständnis beim Nachwuchs

Vechta. Es wird gesägt, gebohrt und geschliffen. Mit großem Eifer sind die vier Jungen und zwei Mädchen im Alter von acht und neun Jahren in dem Workshop der Kreisvolkshochschule Vechta bei der Sache. Sie wollen an diesem Mittwochnachmittag ein "Magisches Kreuz" bauen.

Wie das funktioniert hat ihnen Heike Pabst, Leiterin der Wissenswerkstatt in Diepholz, im Vorfeld erklärt. Ein magisches Kreuz ist ein physikalisches Spielzeug, bei dem die beiden Kreuzbalken mit innenliegenden Holzbolzen zusammengehalten werden. Durch schnelles Drehen des Kreuzes werden die Bolzen bei der Rotation nach außen gedrückt und die Kreuzbalken können voneinander gelöst werden. „Das ist wie bei einem Ketten-Karussell“, erläutert Heike Pabst und zeigt den Kinder anhand eines Modells wie Fliehkraft funktioniert. 

Was hier spielerisch vermittelt wird, hat jedoch einen ernsten Hintergrund, denn besonders in handwerklichen und technischen Berufen fehlen immer mehr Fachkräfte. "Wir bieten eine sinnvolle Ergänzung zum Werkunterricht in den Schulen und führen Kinder und Jugendliche schon früh an technische Berufe heran", erklärt Heike Pabst. Ein ausdrückliches Ziel sei es, auch Mädchen für die sogenannten MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu begeistern.

Die Metropolregion Nordwest ist ein Trägerverein, der von der Wirtschaft gegründet wurde. Die Kreisvolkshochschule Vechta e. V. kooperiert mit diesem Verein und bietet regelmäßig Workshops zu unterschiedlichen Themen wie Strom, Wasser, Luft oder Licht an. „Diese Workshops gehören zu einer Reihe von Angeboten, mit denen wir uns für die frühe naturwissenschaftliche und technische Förderung von Kindern einsetzen, wie zum Beispiel die Kurse vom „Haus der kleinen Forscher“, erläutert Miriam Nost, Leiterin des Familientreffs der Kreisvolkshochschule.

In dem Workshop „Magisches Kreuz“ lernen die Kinder nicht nur das physikalische Phänomen Fliehkraft kennen sondern auch den Umgang mit Holz. Kiefernholz wird für die Balken verwendet und Buchenholz für die Bolzen. „Das erkennt ihr an der unterschiedlichen Maserung“, erklärt Heike Pabst. Auch Zählen, Rechnen und Messen lernen die Kinder hier genz nebenbei praxisbezogen. Und in dem Punkt sind sich alle Kinder einig: "Das macht viel mehr Spaß als im Matheunterricht in der Schule".

 

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