Im ersten Jahr kamen schon 3000 Besucher

>Wissenswerkstatt: Erwartungen wurden übertroffen

DIEPHOLZ (düm) > Ein Jahr ist es mittlerweile her, seit die Wissenswerkstatt in den Räumen der früheren Lübkemannschule an der Bahnhofstraße in Diepholz eröffnet wurde.

Dazu hatten sich Vertreter der ZF Friedrichshafen AG, Vensys Elektrotechnik GmbH, Stelter Zahnräder, Big Dutchman AG, Stadtwerke EVB Huntetal, Ulderup-Stiftung, Kreishandwerkerschaft und der Stadt Diepholz zusammengetan und den gemeinnützigen Verein "Wissenswerkstatt Metropolregion Nordwest" gegründet. Diesem gehören mittlerweile auch die VME-Stiftung Osnabrück-Emsland und die Stiftung Niedersachsen-Metall an.

„Ziel dieses neuen außerschulischen Lernortes ist es, Kinder und Jugendliche schon früh für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Um dies zu realisieren, wurde im Vorfeld in den Umbau der alten Lübkemannschule  zu Werkstätten für Holzbearbeitung, Elektrotechnik und Robotik investiert“ erläutert Dr. Heike Pabst, Leiterin der Einrichtung.

In den Räumen an der Bahnhofstraße, die früher größtenteils als Jugendzentrum genutzt wurden, können nun Mädchen und Jungen ab acht Jahren in kostenfreien Kursen erfahren, wie viel Spaß es machen kann, selber handwerklich tätig zu werden, zu sägen, zu bohren, zu löten...

„Vormittags werden lehrplanergänzende Kurse für Schulklassen angeboten. Nachmittags können Kinder und Jugendliche das vielfältige Angebot auch privat kostenfrei nutzen“, so Dr. Heike Pabst weiter.

Schon im ersten Jahr seien die Erwartungen weit übertroffen worden, denn es konnten fast 3000 Besucher gezählt werden, die die etwa 30 verschiedenen Angebote genutzt haben. 60 Prozent der Kurse seien dabei von Schulen gebucht worden, wobei alle Schultypen von der Grundschule über Haupt-, Real und Oberschule genauso wie auch Förderschulen und Gymnasien vertreten gewesen seien.

„In diesem Jahr konnten fünf Schulen als Partnerschulen ausgezeichnet werden, da sie mehr als fünf Kurse mit ihren Klassen besucht haben. Die Schulen haben zum Teil Anfahrtswege von über einer Stunde, das Einzugsgebiet umfasst die Landkreise Diepholz, Vechta, Osnabrück und Minden-Lübbecke sowie die Stadt Bremen“ stellt Dr. Heike Pabst die überregionale Bedeutung der Einrichtung heraus.

40 Prozent der teilnehmenden Mädchen und Jungen nutzen in ihrer Freizeit das Angebot am Nachmittag, viele sind "Wiederholungstäter" und waren schon bis zu 30 Mal in der Wissenswerkstatt. Besonders erfreulich ist, dass der Anteil der Mädchen in diesen Kursen bei fast 40 Prozent liegt.

Das Programm der Wissenswerkstatt umfasst mittlerweile an die 30 Themen. In der Holzwerkstatt können zum Beispiel Seifenblasenmaschinen, Kaleidoskope, Hebebühnen oder Kerzendampfer gebaut werden. In der Elektrowerkstatt entstehen Werkstücke wie Ventilatoren, motorisierte Putzmäuse oder ein "heißer Draht". Lego-Mindstorms-Roboter kommen in aufeinander aufbauenden Kursen zum Einsatz. „Das Kursangebot wird auch in Zukunft kontinuierlich erweitert, so dass es nie langweilig in der Wissenswerkstatt wird“, verspricht die Leiterin.

Gebucht werden können die Kurse online. Das komplette Angebot mit Inhalten, Terminen und verfügbaren Plätzen ist unter www.wiwe-nw.de zu finden.

 

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