„Kerzendampfer“ gebaut

 

Erste Schülergruppe besucht die neue Wissenswerkstatt in Diepholz

DIEPHOLZ. Die neue Wissenswerkstatt Metropolregion Nordwest an der Bahnhofstraße in Diepholz hat ihren Betrieb aufgenommen. Zwölf Schülerinnen und Schüler aus den vierten Klassen der Mühlenkampschule waren in Begleitung ihrer Schulleiterin Annett Dreger als erste Gruppe dort zu Gast.

Drei Stunden lang standen nicht Mathe und Deutsch, sondern der Bau eines „Kerzendampfers“ auf dem Stundenplan. Neugierig untersuchten die Kinder zuerst die Funktionsweise des auch unter dem Namen „Knatterboot“ oder „Tuk-Tuk-Schiff“ beliebten Spielzeugs, das mit einem physikalisch interessanten Motor angetrieben wird: Eine Kerze dient als Energiequelle, die Wasser in einem Verdampfer zum Kochen bringt und so einen Rückstoß erzeugt, der das Boot vorantreibt. Dann wurde mit Feuereifer unter der Anleitung von Einrichtungs-Leiterin Dr. Heike Pabst und Werkstattleiter Dirk Lahrmann gesägt, gebohrt, geklebt und Kupferrohr gebogen.

Endlich kam der spannende Moment: Alle Boote wurden zu Wasser gelassen und tuckerten unter dem fröhlichen Lachen der Kinder im Kreis herum.

„Das war toll hier“, bedankten sich die kleinen Bootsbauer und nahmen stolz ihren eigenen Kerzendampfer mit nach Hause. Die Leiterin der Mühlenkampschule freut sich über das neue Angebot in fußläufiger Nähe der Schule: „So etwas können wir unseren Kindern in der Schule nicht bieten. Wir kommen bestimmt wieder“, sagte Annett Dräger laut einer Pressemitteilung der Wissenswerkstatt.

Interessierte Schulen können dort schon jetzt das zum neuen Schuljahr startende Schulangebot einsehen und buchen.

Für alle Kinder von acht bis 14 Jahren ist ein Ferienprogramm in Planung, das in Kürze ebenfalls auf der Internetseite veröffentlicht wird. Die Jungen und Mädchen sollen Spaß an Technik und Wissenschaft bekommen – und damit vielleicht auch an technischen Berufen, was dem Fachkräftemangel entgegenwirkt.

 Aus dem Diepholzer Kreisblatt vom 25.06.2015